Die Core-Satellite-Strategie ist ein Anlageansatz, der langfristige Stabilität mit gezielten Renditechancen verbindet. Sie kombiniert ein sicheres Kernportfolio („Core“) aus breit gestreuten Basisinvestments mit flexiblen „Satelliten-Investments“, die höhere Renditen anstreben.
Damit eignet sich die Core-Satellite-Strategie besonders für Privatanleger, die solide Vermögensstruktur mit der Möglichkeit verbinden wollen, gezielt Trends und Chancen zu nutzen.
Was ist die Core-Satellite-Strategie?
- Definition: Die Core-Satellite-Strategie teilt das Portfolio in einen stabilen Kern (Core) und mehrere renditeorientierte Satelliten.
- Ziel:
- Core = Stabilität, planbarer Vermögensaufbau, geringer Verwaltungsaufwand.
- Satelliten = Renditechancen durch ausgewählte Investments mit höherem Risiko.
- Grundidee: „Das Fundament muss sicher stehen, die Satelliten dürfen Chancen nutzen.“
Aufbau der Core-Satellite-Strategie
- Core (Kernportfolio)
- Meist 60–80 % des Portfolios.
- Besteht aus breit gestreuten ETFs (z. B. MSCI World, S&P 500, Anleihen-ETFs).
- Ziel: Marktbreite, Diversifikation, Stabilität.
- Satelliten (Chancen-Portfolio)
- Meist 20–40 % des Portfolios.
- Enthält gezielte Investments in Trendbranchen, Einzelaktien oder alternative Anlagen.
- Beispiele: Technologie-Aktien, Small Caps, Kryptowährungen, Rohstoffe.
Vorteile der Core-Satellite-Strategie
✅ Diversifikation – breite Streuung durch den Core.
✅ Stabilität – Kernportfolio reduziert Risiko.
✅ Flexibilität – Satelliten ermöglichen gezielte Chancen.
✅ Kostenkontrolle – günstige ETFs als Basis senken Gebühren.
✅ Langfristiger Vermögensaufbau – stabiler Kern + Wachstumschancen.
Nachteile & Risiken
❌ Komplexität – erfordert aktives Management der Satelliten.
❌ Risikofokus – falsche Satelliten können Verluste bringen.
❌ Disziplin nötig – Anleger müssen Core und Satelliten strikt trennen.
❌ Rebalancing – regelmäßige Anpassung erforderlich.
Praxisbeispiel für ein Core-Satellite-Portfolio
- Core (70 %):
- 50 % MSCI World ETF
- 20 % Anleihen-ETF
- Satelliten (30 %):
- 10 % Technologie-Aktien (z. B. Nvidia, Microsoft, Tesla)
- 10 % Emerging Markets ETF
- 5 % Rohstoffe (Gold, Silber)
- 5 % Kryptowährungen (Bitcoin, Ethereum)
👉 Ergebnis: Stabilität durch Core, Renditechancen durch Satelliten.
Für wen eignet sich die Core-Satellite-Strategie?
- Einsteiger, die ein solides Kernportfolio mit ETFs aufbauen wollen.
- Langfristige Anleger, die Vermögen strukturiert aufbauen möchten.
- Chancenorientierte Investoren, die gezielt Zukunftstrends nutzen wollen.
- Disziplinierte Anleger, die bereit sind, ihr Portfolio regelmäßig zu überwachen.
Tipps zur Umsetzung
- Klare Aufteilung: Core mindestens 60 %, Satelliten maximal 40 %.
- Satelliten sorgfältig wählen: Nur Themen, die du verstehst.
- Regelmäßig rebalancieren: Gewichtung zurücksetzen, wenn sie sich stark verändert.
- Kosten im Blick behalten: ETFs für den Core, gezielt aktive Investments bei Satelliten.
Fazit
Die Core-Satellite-Strategie verbindet das Beste aus zwei Welten: Sicherheit und Stabilität durch ein solides Kernportfolio sowie zusätzliche Renditechancen durch flexible Satelliten.
👉 Sie eignet sich hervorragend für Anleger, die langfristig Vermögen aufbauen möchten, ohne dabei auf Zukunftstrends und Chancenmärkte zu verzichten.
Weiterführend: Der große Aktien-Guide
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Häufige Fragen (FAQ)
Was ist der Core bei der Core-Satellite-Strategie?
Das stabile Basisportfolio, meist bestehend aus ETFs oder breit gestreuten Fonds.
Wie groß sollte der Core sein?
In der Regel 60–80 % des Gesamtportfolios.
Welche Anlagen eignen sich als Satelliten?
Einzelaktien, Branchen-ETFs, Small Caps, Rohstoffe oder Kryptowährungen.
Muss ich regelmäßig umschichten?
Ja, Rebalancing ist wichtig, um die gewünschte Gewichtung beizubehalten.





















